Innovativer Mittelstand – auch 2022?

Die Unternehmens­investitionen in Deutschland sind aktuell auf einem niedrigen Niveau, zu niedrig wie die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) in einer aktuellen Studie ermittelte. Die Folgen der Corona-Pandemie haben den Mittelstand verunsichert und Teile des Eigenkapitals aufgebraucht. Dabei sind kleinere und mittlere Unternehmen noch vergleichsweise glimpflich durch die Krise gekommen.

Damit hat die Pandemie eine bereits vorhandene Dynamik lediglich verstärkt. Schon davor war das Investitionsvolumen rückläufig, letzter Höchststand war im Jahr 2008 vor der Finanzkrise! Dabei gilt ein innovativer Mittelstand als Motor der deutschen Wirtschaft. Gerade jetzt, wo große Veränderungen anstehen, wären höhere Investitionen wichtig: Denn sowohl die Digitalisierung als auch die Dekarbonisierung hin zur Klimaneutralität 2050 fordern Wirtschaft, Gesellschaft und Politik gleichermaßen.

Wirtschaftspolitik muss wichtige Impulse schaffen

Ein Faktencheck: In Sachen Digitalisierungsfortschritt rangiert Deutschland im EU-Vergleich bisher lediglich im Mittelfeld. Um eine Spitzenposition zu erreichen, müssten sich die jährlichen Investitionen laut KfW verdoppeln bis verdreifachen, derzeit liegen sie bei 49 Mrd. Euro. Ähnliches gilt für den Klimaschutz: Die ambitionierten Ziele machen bundesweite Investitionen von 50 Mrd. Euro pro Jahr notwendig.

Die Innovationsfähigkeit des Mittelstands in Deutschland liegt auch in dessen schneller Anpassungsfähigkeit. Doch noch fehlt der große Ruck in der breiten Masse. Die Wirtschaftspolitik kann dabei helfen, wie etwa mit klugen Förderprogrammen, die den Mittelstand auch tatsächlich erreichen.

Zudem sind sinnvolle Konzepte nötig, um dem Arbeits- und Fachkräftemangel zu begegnen, denn der setzt die deutsche Wirtschaft mächtig unter Druck. Schon im Oktober 2021 gaben 43 Prozent der deutschen Unternehmen an, dass dies ihre Geschäftstätigkeit mindere und den Wirtschaftsaufschwung bremse.

Mittelstand: Innovativ bleiben trotz Nachfolgesuche

Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen sind Investitions­entscheidungen stark an den Inhaber oder die Inhaberin gekoppelt. Doch je älter die Besitzer, um so geringer deren Investitionsbereitschaft. Studien zeigen: Steht eine Nachfolge in den kommenden fünf Jahren an, liegt die Investitionsbereitschaft bei durchschnittlich 41 Prozent. Liegt die geplante Nachfolge allerdings mehr als fünf Jahre in der Zukunft, sind es 56 Prozent. Das ist also deutlich höher!

Woran liegt das? Einerseits versuchen Alteigentümer ihre Profite zu steigern, vor allem bei einem anstehenden Verkauf. Andererseits scheuen sie häufig Investitionen in Produktion, Prozesse oder Personal, die sich erst nach dem geplanten Verkauf auszahlen werden.

Deshalb ist es wichtig, sich auf die richtigen Partner zu verlassen, damit auch am Ende eines beruflichen Lebenswerks das Unternehmen nicht an Esprit und Innovationskraft verliert. LeySelect hat deshalb zusammen mit renommierten Beratungsunternehmen ein Partnernetzwerk etabliert. Die zielgerichteten und individuellen Dienstleistungen unterstützen Unternehmen nachhaltig.

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