Wege aus dem Fachkräftemangel, so kann es gehen!

Jedes fünfte deutsche Unternehmen klagt über Fachkräftemangel. Laut KfW haben 20,6 Prozent im 1. Quartal 2021 an, dass sie deshalb ihre Geschäftstätigkeit nicht voll ausschöpfen konnten. Dies waren 5,6 Prozentpunkte mehr als noch im 3. Quartal 2020. Alle Marktexperten rechnen damit, dass der Bedarf weiter steigen wird.

Davon betroffen sind vor allem mittelständische Unternehmen im Dienstleistungssektor, gesucht werden IT-Experten, um die Digitalisierung voranzubringen, aber auch Fachkräfte in Ingenieur- und Architekturbüros.

Das strukturelle Problem ist alles andere als neu: Seit dem Jahr 2009 hat der Fachkräftemangel in Deutschland erheblich zugenommen. Die Situation wird sich spätestens dann verschärfen, wenn in den nächsten Jahren die Babyboomer-Jahrgänge 1955 bis 1969 nach und nach in den Ruhestand gehen werden. Ohne aktives Gegensteuern kann das zu einer dauerhaften Wachstumsschwäche im Land führen.

Nicht umsonst hat die KfW nun den KfW-ifo-Fachkräftebarometer initiiert, der künftig zwei Mal im Jahr erscheinen wird. Dies sind beispielsweise auch zentrale Themen der Bundesfachkommission Arbeitsmarkt & Alterssicherung im Wirtschaftsrat Deutschland, die ich im Rahmen meines Mandats voranbringen möchte. Denn wir brauchen dringend Lösungen.

Ein Schlüssel dafür könnte ein neuer Umgang mit der Vereinbarkeit von Beruf und Familie sein. Die neue Offenheit für Homeoffice zeigt, dass gute Leistungen auch ohne ständige Präsenz  möglich sind. Jedes zweite Unternehmen hat als Reaktion auf die Corona-Pandemie Arbeitszeitregeln eingeführt oder ausgebaut, die Familien den Alltag erleichtern. Dazu gehören individuell vereinbarte Arbeitszeiten, flexible Tages- und Wochenarbeitszeiten, Teilzeitverträge und / oder Homeoffice nicht nur im Lockdown.

Unternehmen, die ortsunabhängig arbeiten, sind interessant für Fachkräfte aus anderen Regionen oder aus dem Ausland. Denn potenzielle Fachkräfte müssen für eine neue Tätigkeit nicht zwingend umziehen oder wertvolle Lebenszeit beim Pendeln vergeuden!

Markus Ley
Geschäftsführer

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